Montag, 24. März 2008

Wir bloggen... äääh... und dann?

"Wir bloggen" gab ich vor einiger Zeit (siehe unten) von mir. Seitdem habe ich hier nichts mehr gebloggt. So geht das aber nicht. Treffender müsste es wohl heißen: Wir bloggen unregelmäßig oder temporär oder manchmal... Und "wir" bin dann wohl mal eher Ich.

An meinem letzten Eintrag merke ich jedenfalls, wie unheimlich schnell die Tage davonwehen. Manchmal empfinde ich das jetzt schon als erschreckend; auch wenn sich daran eh nichts ändern lässt und es ja eigentlich auch vollkommen normal ist.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie oft ich in meiner Kindheit auf Zukünftiges "hingearbeitet" habe. So wie jedes andere Kind es wahrscheinlich auch tut. Noch viermal schlafen... noch dreimal schlafen... noch zweimal schlafen... nur noch ein letztes Mal... "Happy Birthday", "Frohe Weihnachten", "Hallo Sommerferien"...

Inzwischen weiß ich, dass es gar nicht mehr lange dauert und es steht wieder Ostern vor der Tür. Nicht ein Fingerschnipsen entfernt, aber auch keine Ewigkeit weit weg. So ist das eben. Aber eigentlich schade, wenn ich mal so darüber nachdenke, dass ich die Osterfeiertage in diesem Jahr nahezu augeblendet habe. Keine Hasen, keine Ostereier, kein vollgeschlagener Bauch, kaum Zusammensein mit der Familie. Das Einzige, was ich in diesem Jahr gesucht habe, war mein Handy. Um 6:49 Uhr habe ich es am Ostersonntagmorgen von meinem Festnetztelefon aus angerufen, um herauszufinden, wo ich es selbst "versteckt" habe. Noch nicht einmal vernünftig gesucht habe ich es. Als wenn die Osterhasen seinerzeit nen eingebauten Pieper gehabt hätten.

Ich weiß noch genau, was ich einige Jahre lang um 6:49 Uhr am Ostersonntag getan hab. Aufgeregt und voll Vorfreude war ich meist schon längst wach. Lange vor meinen Eltern. Ich bin alljährlich leise und auf Zehenspitzen ins Wohnzimmer geschlichen und habe mich vorm Fernseher postiert, um Trickfilme zu schauen. Meine Eltern haben... ääh.. der Osterhase hat schon am Vorabend die mit Süßigkeiten, bunten Eiern und auch mal einem kleinen Spielzeug gefüllten Körbchen im Wohnzimmer versteckt. Zumindest wenn kein Garten-Such-Wetter war. Ich kannte die Verstecke in- und auswendig. So umfangreich waren die Versteckmöglichkeiten schließlich auch nicht. Dennoch bin ich jedesmal fast mit Scheuklappen durchs Wohnzimmer getapst. Aus den Augenwinkeln konnte ich manchmal das ein oder andere bunte Etwas in einer Ecke oder hinter einem Vorhang erkennen. Suchen würde ich aber erst, wenn meine Eltern aufgestanden waren. Sie mussten schließlich dabei sein. Das wollte ich so.

Jetzt, wo ich so darüber nachdenke und davon schreibe, wird mir wieder bewusst, wie schön diese Morgende Jahr für Jahr waren. Vielleicht sollte ich fürs nächste Jahr einmal anregen, diese vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen... Oder ich verstecke selbst etwas... Zum Suchen und Finden ist man doch nie zu alt! Oder zu jung, um selbst etwas zu verstecken? Nein. Vielleicht sollte ich auch gar nicht so lange damit warten...

Kommentare:

Sven hat gesagt…

und schon ist die eierzeit wieder vorbei. was kommt als nächstes?

Tanja hat gesagt…

Lassen wir uns überraschen!!! ;)